

Alfonso XI., König beider Castilien und von Leon (1312-50) verdanken wir ein Jagdbuch (El libro de la Monteria 1342), welches erst 1877 gedruckt wurde. In diesem beschreibt er unter dem Namen "Alano" eine in Spanien gebräuchliche Doggenform, aus dessen Schilderungen eine große Ähnlichkeit mit dem Mastiff hervorgeht, er fügt ausdrücklich hinzu, daß er ihn nicht "ohne besondere Ursache" zu groß wünsche. Diese Schilderung deckt sich mit der Abbildung in der Alhambra sehr gut; leider finden wir keine weiteren Mitteilungen über seine Herkunft.
Erst zwei Jahrhunderte später hören wir wieder von der spanischen Dogge und zwar durch den Alonso M. Espinar (1644), der jetzt aber bereits drei Arten verzeichnet (Alano, Dogo und Mastin).
Der Alano stimmt nach seiner Beschreibung genau mit dem des Königs Alfonso XI. überein,
der Dogo soll größer als dieser sein.
Heute ist in Spanien der Dogo wenigstens in der offiziellen Kynologie verschwunden, schon der in Madrid 1864 herausgegebene "Tesoro de la cazeria" führt ihn unter den Rassen nicht mehr an, sondern nur den Alano oder Perro de presa und den Mastin.
Der Alano ist hier bereits bulldogartig geschildert, die Bezeichnung "Perro de presa" ist eigentlich mehr Sammelname für den schweren Hetzrüden, vom Dogo hören wir aber nichts mehr.
